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Startseite Do's and Dont's
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Neulich erhielt ich eine email von einem Passagiermännchen aus Tokyo. Mann, hab ich mich gefreut, dass ich schon in aller Welt bekannt bin. Ich bin gefragt worden, was uns Flugbegleitermännchen so richtig auf die Palme bringt und wie man uns die doch oftmals recht anstrengende Arbeit erleichtern kann. Da gibt es sicherlich so einiges. Hier will ich Euch einen kleinen Einblick geben, was wir Flugbegleitermännchen gar nicht mögen. |
Handgepäck |
Liebe Passagiermännchen. Ein altbekanntes und leidliches Problem ist immer wieder Euer Handgepäck! Wir Flugbegleitermännchen fragen uns oft, was Ihr alles mit in die Flugzeugkabine bringt. Viele der Dinge sind während des Fluges oftmals gar nicht von Nöten. Liest man in den Beförderungsbestimmungen der Fluggesellschaften so findet man die Information, dass Handgepäckstücke nicht größer als 55x40x20 cm und nicht schwerer als 8 kg sein dürfen. Eine Ausnahme sind Kleidersäcke, die bis zu einer Größe von 57x54x15 cm mit an Bord gebracht werden können. Außerdem soll jedes Passagiermännchen nur EIN Handgepäckstück mitbringen. Manchmal gibt es Ausnahmen für Passagiermännchen in der First und Business Klasse, sie dürfen zwei mitbringen, sofern Platz ist.
Wir Flugbegleitermännchen können zuviel Handgepäck auch nicht woanders verstauen als in die dafür vorgesehenen Gepäckfächer oder unter den Vordersitz. Schwere Gepäckstücke gehören allein aus Sicherheitsgründen einzig und allein unter den Vordersitz. Oftmals verlassen sich die Passagiermännchen darauf, dass ein Flugbegleitermännchen oder Frauchen kommt, und Euer Gepäck für Euch verstaut. Ich persönlich finde, dass es sich allein aus Anstand und Höflichkeit nicht gehört einem Flugbegleiterfrauchen Euer schweres Handgepäck in die Hand zu drücken. Darüber hinaus haben wir Flugbegleitermännchen ein Versicherungsproblem wenn wir uns um Euer Handgepäck kümmern. Rein Rechtlich gesehen, dürfen wir das Handgepäck gar nicht für Euch verstauen. Wenn etwas kaputt geht oder wir uns daran verletzen, sind wir ganz allein dafür haftbar.
Leider gibt es viel zu viele unnötige Diskussionen darüber, weil Ihr Passagiermännchen Euch darüber beschwert, wie unbequem es wäre, wenn Ihr Euer Handgepäck unter den Sitz schieben müßt. Nun, am einfachsten wäre es, wenn Ihr Euer großes Gepäck am Check-In abgebt, dann gibts an Bord auch kein Problem.
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Umgangsformen |
Wir Flugbegleitermännchen bemühen uns stets freundlich und nett zu Euch zu sein. Wenn wir morgens am Eingang des Flugzeuges stehen um Euch zu begrüßen, haben wir oftmals schon einen Flug hinter uns oder sind schon seit Stunden auf den Beinen. Wir freuen uns immer, wenn Ihr uns auch einen guten Morgen wünscht. Wie oft geschieht es, dass Passagiermännchen ohne ein Wort zu verlieren, an uns vorbeilaufen und uns gar nicht beachten. Wir haben größtes Verständnis dafür, wenn Ihr noch müde seid, aber denkt doch auch mal daran, dass auch wir früh aufstehen mußten und Euch trotzdem herzlich Willkommen heißen. *zwinker*
Wenn es am Check-In Probleme gab oder sonst etwas nicht ganz so glaufen ist, wie Ihr es gern gehabt hättet, dann lasst es bitte nicht an uns Flugbegleitermännchen aus. Wir haben immer gern eine offenes Ohr für Probleme oder andere Anliegen. Wir versuchen auch gerne eine Lösung oder Alternative zu finden. Allerdings gibt es eine goldene Regel: Der Ton spielt die Musik. Wer nett und freundlich fragt und uns nicht beschimpft, bekommt sicherlich eher was er möchte, als derjenige der uns beschimpft und laut wird. In den meisten Fällen wo etwas schief gelaufen ist, können wir Flugbegleitermännchen und Frauchen am wenigstens dafür.
Auch wir Flugbegleitermännchen und Frauchen haben manchmal einen schlechten Tag. Wenn wir dann nicht stundenlang am Stück lächeln und sofort springen, wie Passagiermännchen es gerne hätten, dann liegt es nicht daran, dass wir unseren Job nicht mögen. In der Regel steckt etwas ganz anderes dahinter. Vielleicht haben wir schlecht geschlafen oder wir hatten Streit mit unseren Lieben daheim, und ich kann Euch versichern, unsere Freunde und Familie brauchen viel Geduld und Verständnis für unseren Job. Also geht nicht allzu streng mit uns ins Gericht wenn, wir mal etwas schlechtere Laune haben. Wir Flugbegleitermännchen sind eben auch nur Menschen. |
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Aufmerksamkeit |
Wir Flugbegleitermännchen und Frauchen sind für Eure Sicherheit verantwortlich. Wir sind für Euch da, wenn es Euch schlecht geht und wir helfen Euch wenn es mal zu einem unvorhersehbaren Notfall kommt.
Aus dem Grund zeigen wir Euch vor jedem Flug unsere Sicherheitshinweise. Es gibt sicherlich schöneres für uns Flugbegleitermännchen, als uns vor den Passagiermännchen zum Affen zu machen in dem wir mit Gurt, Maske, Schwimmweste und Karte vor Euch rumtanzen. Deshalb nennen wir dies unter uns auch "Wasserballet". Schenkt uns dabei doch einfach mal Eure Aufmerksamkeit. Auch wenn man die Sicherheitshinweise schon hunderte mal gesehen hat, so gibt es jedes Mal etwas neues zu entdecken, denn jedes Flugbegleitermännchen und Frauchen tanzt anders, wie ich es gerne sage.
Wenn wir Flugbegleitermännchen Euch um etwas bitten, wie zum Beispiel Eure elektronischen Geräte abzuschalten, ja Digitalkameras, PDAs und MP3-Player sind auch elektronische Geräte und gehören auch dazu, dann tut uns doch den Gefallen und schaltet die Geräte ab ohne Euch groß darüber zu beschweren oder Diskussionen zu beginnen. Wir wollen Euch nichts böses, es gehört einfach zu unserer Aufgabe, die Flugzeugkabine für den Start oder die Landung vorzubereiten. Und dies gehört eben auch dazu, wenn wir dem Kapitänsmännchen die Kabine klar zum Start oder zur Landung melden wollen. Denn ohne unser grünes Licht kann und darf das Kapitänsmännchen nicht starten oder landen.
Grundsätzlich gilt, dass den Anweisungen der Besatzung Folge zu leisten ist. Dies steht schwarz auf weiß auf jedem Ticket. Denk immer daran wir wollen Euch nicht ärgern, wir machen nur unseren Job. |
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Beim Service |
Wir Flugbegleitermännchen machen unseren Job gerne und kümmern uns gerne auch um Euer leibliches Wohl. Einige Dinge mögen wir allerdings nicht so gerne.
Wenn wir euch nach Eurem Getränkewunsch fragen, fragt uns bitte nicht: "Was haben Sie denn". Es ist einfacher für uns zu sagen: "Tut mir leid, ich kann Ihnen aber ... anbieten.", als den Inhalt unseres Getränkewagens aufzuzählen. *zwinker*
Auf einem ausgebuchten Flug mit kurzer Flugzeit bemühen wir uns stets jedem Gast etwas zu servieren, auch wenn dies aufgrund der Kürze der Flugreise nicht immer klappt. Denkt doch auch mal an die anderen Passagiermännchen, wenn Ihr auf einem 30 minütigen Flug einen Kaffee mit Milch und Zucker, einen Tomatensaft mit Salz und Pfeffer, ein stilles Wasser und eine Cola light bestellt. Ein bis zwei Getränke tun es doch auch, Ihr würdet nicht verdursten. *zwinker*
Oftmals erlebe ich es, dass ich auf längeren Flügen das Essen serviere. Die Passagiermännchen sehen mich kommen und wenn ich Ihnen unsere Essensauswahl vorstellen, nehmen sie ihre Kopfhörer ab und fragen: "Was haben Sie denn?". Wenn man sieht, dass das Flugbegleitermännchen gleich kommt und mich nach meinem Essenswunsch fragt, bereitet Euch doch schonmal darauf vor. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass unsere Stimmbänder ordentlich in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn wir dreihundertmal nach dem Essenswunsch fragen müssen. *zwinker*
Fragt uns auch bitte nicht: "Was ist besser?" oder "Was würden Sie nehmen?". Wir haben das Essen oftmals noch nicht probiert und wissen gar nicht wie es schmeckt. Ausserdem hat jeder einen anderen Geschmack. Der Fraß den ich gut leiden mag, schmeckt Euch vielleicht überhaupt nicht. *zwinker*
Fragt uns bitte auch nicht nach der Zusammensetzung der Speisen. Woher sollen wir das wissen? Wir haben es nicht gekocht. *zwinker*
Wenn Ihr beim Essen keine Auswahl mehr bekommt, dann seid bitte nicht sauer mit uns. Wir können nichts für die Beladung und die Anzahl der Essen.
Wenn Ihr Vegetarier, Diabethiker, oder einer bestimmten Religion angehört, dann beschwert Euch bitte nicht, dass wir nicht standardmäßig Vegetarische, Diabethiker-, schweinefleischfreie oder koshere Mahlzeiten an Bord beladen haben. Für unsere Passagiermännchen mit besonderen Essenwünschen, entsprechend ihrer religiösen Vorgaben oder die einem strengen Diätplan unterliegen, gibt es die Möglichkeit bei Buchung oder Kaufs des Flugscheins ein spezielles Sonderessen zu bestellen.
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Verspätungen |
Wir kennen es alle. Gerade in der kalten Jahreszeit kommt es immer wieder zu Verspätungen. Zu allererst einmal haben wir Flugegleitermännchen, entgegen der anscheinend weit verbreitetet Meinung der Passagiermännchen, keinen Einfluß auf das Wetter. Wenn wir verspätet sind, dann wissen wir oftmals genauso viel oder genauso wenig wie Ihr. In der Regel bekommen wir 10 bis 15 Minuten vor der Landung eine Information aus dem Cockpit, wie es mit Anschlußflügen und der weiteren Flugreise aussieht. Es nützt also weder Euch als auch uns was, wenn Ihr Euch bei uns beschwert. Wir tun grundsätzlich unser möglichstes um die Verspätung zu minimieren und Euch auf dem Laufenden zu halten. *zwinker*
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Antworten auf die wichtigsten Fragen |
Soeben in Los Angeles gelandet:
"Nein, wir fliegen nicht gleich wieder zurück!" Wir sind ja keine Roboter, auch wir brauchen nach einem elfstündigen Flug erstmal eine Pause.
In der S-Bahn Station: "Nein, ich weiß leider nicht, wo und wann der Zug nach Köln abfährt!" Woher auch, bin ich bei der Bahn?
Am Flughafen in Helsinki: "Nein, ich weiß leider nicht an welchem Flugsteig Ihr Flug nach Turku abfliegt!" Fragt mich wo sich die Feuerlöscher an Bord befinden, aber nicht nach den örtlichen Begebenheiten eines Flughafens oder irgendwelchen Dingen rund um den Flugplan.
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